„Urlaub nach Corona“

Unter dem Motto „Urlaub nach Corona“ gestalteten der Straßensozialarbeiter Andreas Scherer und die Schulsozialarbeiterin der Regionalen Schule „Werner-von-Siemens“ Constanze Luther (Caritas im Norden e.V.) eine Campingfreizeit für Jugendliche aus den Stadtteilen Lankow und Weststadt. Diese fand vom 28. Juni bis zum 02. Juli 2021 statt. Ziel war es, dass die Jugendlichen nach einer entbehrungsreichen Zeit in den verschiedenen Lockdowns ein Stück Normalität und Selbstbestimmung wieder erleben oder einfach gesagt: einfach mal wieder „rauskommen“. 

Bei bestem Wetter starteten wir mit neun Teilnehmer*innen und einer Praktikantin in zwei Kleinbussen vom Jugendhaus Lankow in das Lewitz-Camp bei Matzlow-Garwitz. Der Zeltplatz befand sich inmitten schönster Natur eingerahmt vom Fluss Elde. Dort angekommen bauten die Teilnehmer*innen die Zelte und die Lagerküche auf. Der sogenannte Lageralltag, dazu gehörten der Einkauf, das Kochen, das Spülen und die Freizeitgestaltung, wurde gemeinsam in der Gruppe besprochen. Jeder hatte seine Aufgabe. Natürlich kam die freie Zeit auch nicht zu kurz. Diese nutzten die Schüler*innen für ausgiebiges Baden in der Elde.

Am Dienstag zählten zu den Höhepunkten eine Kanufahrt auf der Elde, das Baden in selbiger und der Besuch der Landeskirchlichen Gemeinde in Parchim. Hier hatten wir die Gelegenheit das Achtelfinale der Europameisterschaft zu sehen. Die etwas schlechte Stimmung nach dem Ausgang des Spiels verflog jedoch schnell. Leider machte uns dann aber ab Dienstagabend das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Eine heftige Regenfront und Unwetter, die auch unser Lager zweimal unter Wasser setzen, zogen über weite Teile Mecklenburgs. Schweren Herzens entschieden wir uns am Mittwoch früh, das Lager abzubauen und den Heimweg anzutreten. Hier packten alle Teilnehmer*innen zügig mit an.

Zurück in Schwerin verbrachten die Jugendlichen dann den restlichen Tag daheim. Dennoch setzen wir am Donnerstag unser Vorhaben, Jugendlichen eine schöne Auszeit von Corona zu ermöglichen, alternativ fort. So besuchten wir am Donnerstag den „Pingelhof“ in Alt Damerow. Hier erfuhren wir, sehr eindrucksvoll geschildert von Frau Zimmermann, wie sich das Leben vor gut 400 Jahren auf diesem Bauernhof zutrug. Wir kamen sehr schnell zu dem Ergebnis, dass es uns heute um einiges bessergeht, als den Menschen damals. Mit Butterstampfen und gemeinsam zubereitetem Imbiss ging dieser Tagesausflug zu Ende. Nebenher regnete es scheinbar unaufhörlich.

Den Freitag ließen wir dann sportlich im „Easy Jump“ in Schwerin beginnen. Der Besuch der Trampolinhalle brachte allen Beteiligten viel Freude. Am Nachmittag läuteten wir dann den Abschluss unserer Ferienfreizeit mit einem gemütlichen Grillen ein. In einer anschließenden Gesprächsrunde wurde noch einmal deutlich, wieviel Spaß es allen gemacht hat und wie sehr Jugendliche solche Angebote schätzen und brauchen. Alles in allem war es trotz der Wetterkapriolen eine schöne Zeit, die wir alle nicht missen möchten und wir freuen uns auf das nächste Jahr.

Diese Maßnahme wurde durch die finanzielle Förderung des Verfügungsfonds „Soziale Stadt“, des Europäischen Sozialfonds (ESF), der Stadt Schwerin und der Caritas im Norden e.V.  möglich.

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